|
Schreiben?
- Schreiben!
Schreiben?
Kannst
du es real begreifen,
was
da liegt vor dir im Sand?
Kannst
du es mit Sinn versteifen,
was
hier schrieb grad deine Hand?
Kannst
du sagen, was das Schreiben ist,
für
sich und für der Menschen
Seele?
Kannst
du wagen, so ganz ohne List,
es
zu nennen, was sonst fehle?
Ach,
das Grübeln ist doch nur Verzagen!
Weg ihr Zweifel, fort mit eurem
Zaudern!
Komm
Eingebung, treibe mich zu Taten!
Ich
weiß doch, du kannst mit mir plaudern.
Schreiben!
Lass
das Fragen, denke dich hinein!
Was
zählt, ist nur der Augenblick.
Such
das Sagen, du bist nicht allein!
Worte
der Gefühle geben viel zurück.
Schöpfe
aus des Geistes Höhen,
den
Sinn des Daseins Erdental!
Ihn
darzulegen vor der Menschen Seelen,
ist
des Schreibens Lob und Qual.
Was
die Worte werfen sollen,
ist
des Glückes unbekannter Schluss.
Auch
wenn andre Dinge schmollen,
Schreiben
kennt keinen Verdruss.
Worte?
Sätze? Texte?
Ja!
Worte,
so bedeutungsschwer gefangen,
einsam
scheint, was ihre Zeichen tragen.
Festgeschrieben,
was Gedanken zwangen,
Verlorenes
drängt sich auf mit Fragen.
Mit
jedem Satz muss ich mich fragen,
ob
es wirklich ganz so war.
Niemand
kann die Antwort sagen,
die
die Wahrheit hier hinein gebar.
Worte
suchen, Träume schöpfen -
Weisheit
buchen, Lügner schröpfen.
Texte
kommt! Es ruft der Lohn,
für
eure weltverwebte Mission!
Nicht
geschrieben? Nicht bedacht?
Nein!
Was
verhindert steht im Regen.
Was
hier nicht zu Papier gebracht,
das
behält sich seinen Segen,
bewahrt
im Raum der Zeiten Macht.
|