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Diese
Seite ist orientiert an der Schreibtheorie der vier
Romanelemente. siehe: Schreibtheorie
Das
Schreibprojekt Menschenflügel hat kein Problem damit,
wenn hier dargestellte Inhalte irgendwo in einem
Roman oder Essay Verwendung finden. Sämtliche Ideen sind frei, Hauptsache, sie werden
verarbeitet! Es steht allerdings der Wunsch, vor der
Verwendung ins Gespräch zu kommen: Kontakt
Für
alle Elemente steht zudem die Einladung zum gemeinsamen
Sammeln: an all jene, die sich dem Gedanken anschließen
können und wollen!
Stoffsammlung
große
Stoffe,
die in die Welt gehören, weil sie der Menschenflügel-
Idee entsprechen ...
...
Stoffe, die uns in unserer Zeit bewegen:
Zusammenhänge
und Rätsel, Zwänge und Freiheiten, Entwicklung und
Stagnation, vor allem aber das Menschsein selbst, mit
allem, was uns lebendig hält.
Es
sind unter anderem gemeint: Ereignisse der Natur,
Aussichten der Menschheitsgeschichte,
Unzulänglichkeiten unserer Spezies, Ängste und
Freuden, Aufarbeitung vergangener Irrtümer und
Misserfolge, Bekenntnisse zu in Heuchelei versunkenen
Ehrlichkeitsversuchen und und und ...
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mögliche Stoffe:
Unser
Umgang mit der Zeit - wie wir uns ihr ergeben, wie
wir sie ignorieren, wie
wir unter ihr leiden ...
Die
Ohnmacht einer Berufsüberzeugung in der
sozialen Branche, wenn der Anspruch nur in der Theorie
zu funktionieren scheint, die Einzelkämpfer aber
zwischen Machtansprüchen und den eigentlichen
Sinnmechanismen zerrieben werden ...
Energiekollaps
und Landschaftsverlust: was in den
Tagebaugebieten der Braunkohle passiert, lässt nicht
nur Menschenschicksale in den Taumel geraten, das bringt
die ganze Natur durcheinander und stellt das Menschsein
überhaupt in Frage
"Nachhaltigkeit",
das Schlagwort schlechthin in unserer Zeit.
Menschenflügel sollten Themen und Geschichten finden,
in denen dieser Stoff endlich für ein praktisches
Erlebnis taugt, eines, das die Folgen sieht, die jeder
Windmühlenkämpfer immer noch nicht begriffen hat.
...
ausführliche
Stoffideen
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Themenschmiede
Die
Themensammlung findet in der Themenschmiede
statt ...
...
denn das ist eine Besonderheit von
Menschenflügel-Texten:
Sie
wollen, dass die Welt ein Darstellungspodium findet. Es
sollen die verschiedensten Bereiche unserer Praxis als
Thema verwendet werden, um eine belletristische
Darstellung und damit eine besondere Form der Erklärung
ihrer Inhalte und Zusammenhänge zu erfahren. Herman
Melville hat es mit "Moby Dick" vorgemacht, den Wahlfang zu erklären. Menschenflügel haben das mit
"Der eine Himmel" aufgegriffen und ihr erstes
Zeichen in diese Richtung gesetzt.
zur
Themenschmiede
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Geschichtensehnsucht
Es müsste einmal
so zugehen, hier bei uns und unseren Nachbarn ...
...
dass wir uns nur fragen können, sind das nicht wir
selbst?
Menschenflügel-Geschichten
sind jene, die vor unserer Haustür passieren können,
Geschichten, die so echt sind wie das Leben
selbst.
Die
Stoffe sollen groß sein, weltbewegend. Dazu bekennen
sich Menschenflügel, doch damit wären sie trotz ihres
Themenanspruchs nicht überzeugend.
Menschenflügel-Stoffe brauchen die
kleinen Geschichten, um zu erreichen, was sie wollen,
nämlich den Beweis, dass das Große längst schon in
uns steckt.
Geschichtensammlung:
Er
steht am Grab einer Freundin, die kurz danach
gestorben war, als er ihr den Korb gegeben hatte. Dabei
war sie so verliebt in ihn gewesen, obwohl er so gut wie
nichts für sie empfunden hatte. Das war damals. Nun
aber treibt ihn das Gewissen, denn er hatte sich damals nicht
zur Beerdigung getraut ...
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Figurenbedürfnis
Menschen
gibt es, die dieser Welt nicht vorenthalten werden
dürfen ...
...
um als Figuren einen Menschenflügel- Stoff lebendig zu
machen:
Es
soll erlaubt sein, dass der Autor ihm bekannte Menschen
darstellt, wenn sie einfach so prägnant
erscheinen, dass ihre Art von Wirkung auf die Welt der
Welt nicht vorenthalten werden darf. Dabei ist die
natürliche Ausgangsperson in ihrer Figur soweit zu verfälschen, dass sie so erscheint, als ob
sie eines jeden Lesers Nachbar sein könnte.
Natürlich
ist auch die Entwicklung einer Fantasiefigur möglich,
welche einfach für eine Geschichte gebraucht wird.
Figurensammlung:
Der
Institutsdoktor, der sich seit seinem Grundstudium
immer schön an der Praxis vorbei
geschlichen hat und den Praktikern nun das Leben schwer
macht.
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Eine
Stoffidee: Menschentod der Technik
Man
stelle sich vor, die Menschheit stirbt an sich selbst.
Nicht daran, dass die Kriege zunehmen, nicht daran, dass
sich Krankheiten ausbreiten, nicht am Wahnsinn eines
Massenselbstmordes wegen Energie- und Wassermangels. Nein,
viel einfacher: Sie beherrscht eines ihrer Hauptmerkmale
nicht mehr, eines, von dem sie
sich abhängig gemacht hat: die Technik.
Beim
genaueren Nachdenken kommt man dort an, wo kein
normaler Mensch mehr die letzte Funktion des Handys
begreift, wo niemand mehr zu sagen weiß, auf welchen
Grundlagen der aberkomplexeste Speicherchip jemals
seinen Ausgang hat. Ich glaube, die Ingenieure wissen,
was die Antwort wäre.
Viele
von uns nicht, und deshalb
denke ich quer:
1.
Können
wir daran glauben, dass es menschliche Geister
gibt, die da noch
durchblicken? Ich denke, wir können
es. Aber, wie kurz ist erst die Zeit vergangen, in
der sich alles Wissen im Umfang potenzierend
aufgebaut hat? (Wissen, das sich gar nicht in den
Köpfen befindet!!!) Wir können nicht überschauen,
wie das einmal weiter geht.
2.
Welcher
Wahnsinn treibt uns zu dieser Perfektion und ihrer ewig
weiter wachsenden
Verfeinerung? Es ist kein
Wahnsinn, es sind stets zu begründende Bedürfnisse.
Doch, verlieren wir nicht bald den Überblick,
erleiden wir nicht ein Chaos der Gefühle, weil wir
mehr Bedürfnisse befriedigt bekommen können, als
dass es unsere Gelegenheiten zulassen, sie jemals zu
nutzen? Könnte daraus nicht Verzweiflung oder
Lethargie wachsen?
3.
Wie
gelingt es uns, unseren Ingenieuren und Technikern
einen Nachwuchs zu sichern,
der die Beherrschung
aller Grundlagen weiter führt? Das gelingt uns mit
den althergebrachten Wegen unserer Schule. Aber was,
wenn die eines Tages doch nicht reichen, einfach
nicht mehr reichen können, weil es kaum noch einen
Lehrer gibt, der die Schüler dazu zu motivieren
kann?
Motivation?
Motivation zur Technik? Soll das ein Zwang werden, ein
Zwang zu dem, was uns als Menschen mit am meisten in
unserem Wesen bestimmt? Müssen wir uns zu einem unserer
wichtigsten Merkmale zwingen? Sind wir dann nicht so gut
wie tot?!
Müssen wir uns irgendwann erst zu dem
motivieren, was wir einst errungen hatten, um uns das
Leben leichter zu machen? Ein Motivationszwang, weil es
schwer geworden ist, sich in die Technik hineinzudenken?
Wenn es dereinst soweit ist, wenn es nicht sogar schon
Bereiche gibt, in denen uns die Grundlagen zwar noch
klar, entscheidende Zwischenschritte der Funktion aber
verlustig gegangen sind, dann ist fraglich, ob
die Technik dabei ist, uns einzuholen. Dann, wenn wir
uns nach Dingen sehnen, die keiner mehr beherrscht, weil
es zu wenige sind, die sich diese Beherrschung noch
antun wollen - dann
gehen wir an uns selbst zugrunde: Wir können nicht mehr
sein, was wir einmal waren, wir sind pleite – oder anders
gesehen, die Menschheit stirbt aus, weil sie nicht mehr
in der Lage ist, das zu beherrschen, wovon sie sich
abhängig gemacht hat. Die Technik läuft nicht mehr in
unserer Hand. Was wir einst waren, sind wir nicht mehr,
es gibt keinen Weg mehr, der je wieder dahin führen könnte.
Die
Umsetzung in einem Roman:
Ob
das so zu denken ist, sei dahin gestellt. Aber: es ist
doch denkbar, dass eine Romanfigur so denkt und in der Gegenwart
entsprechend zu handeln beginnt! Diese Figur
drückt sich von anderen Meinungen ab, sie versucht ihre
Empfindungen festzumachen, sie zu
institutionalisieren. Sie gerät
ins Lächerliche, endet tragisch, findet aber Freunde, die dem Ganzen einen Sinn zum
Weiterdenken geben.
So
etwas als Stoff für einen Roman? ich denke schon. Er
braucht noch ein Szenario, er braucht den Rahmen für
die Auswahl der Handlungspartner und Komparsen, er
braucht die Form der Sprache, die das ausdrücken kann und
die Themen, die einen solchen Stoff schon in sich
tragen.
Menschenflügel
wollen die Plattform dazu sein, solche Ansätze auf
Vorrat zu sammeln, um sie im Meinungsstreit zur
Inspiration zu führen, um sie in Romane fließen zu
lassen, die uns mitreißen.
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